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3 Tage Rundtour von Baden-Württemberg bis Südtirol

Tolles Wetter, doch leider wieder einmal nur drei Tage Zeit - wie so oft viel zu wenig - für insgesamt ca. 1.200 km. Aber auch der Weg ist ja mitunter das Ziel: und die Wege waren bei dieser Tour wirklich etwas Besonderes :-)

Fotogalerie: Die schönsten Urlaubsimpressionen

Tag 1: Offenburg nach Davos (360 km)

Über das Renchtal und die Oppenauer Steige gings für mich zunächst nach Freudenstadt, wo ich meinen Mitfahrer Andreas getroffen habe. Dann fuhren wir über den Hegaublick Richtung Singen (Hohentwiel) und durch Stein am Rhein rüber in die Schweiz.

 

Die Schweizer AB umfahrend ging's durch den Thurgau Richtung Süden über den Ricken nach Glarus und zur Kerenzer(berg)straße ... Wer hier auf der Autobahn am Walensee Richtung Chur vorbeifährt, der verpasst ein echtes optisches Highlight! Die Sicht auf den See unten & die Churfürsten ist super!

 

Zurück im Tal ein kurzer Schlenker nach Liechtenstein und zum Luziesteig mit seiner lustigen Tordurchfahrt & den engen Gassen in Maienfeld. Zurück im Rheintal ging's ab Landquart dann stetig bergan über Klosters ins Hochplateau von Davos, wo wir unser Quartier bezogen ...

 

Kurioses: ein unterirdischer Kreisverkehr mitten in Zentrum von Frauenfeld CH - ganz schlecht zu lösen mit Sonnenbrille.

 

Beeindruckend: die Umfahrung von Klosters mit seiner Sunnibergbrücke.

 

Die Tour in "Tyre"
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Tag 2: Davos nach Sterzing (366 km)

Bei der Tour de France würde es wohl heißen: der Routenplan sah mehrere Berge der höchsten Kategorie vor; aber macht nicht genau DAS die Alpen so erfahrenswert!?!

 

Von Davos aus ging's direkt über den Flüelapass und das 1. Mal über 2.000 m ins Unterengadin, wo es nach kurzer Talauffahrt bei Zernez links weg zum Ofenpass ging. Noch bevor es über den Pass drüberging, kam schon der Abzweig zum Munt la Schera Tunnel (Einbahnverkehr) nach Livigno.

 

Tipp: fahrt den Tank leer bis Livigno! Billiger wird das Tanken nicht mehr. Die zollfreie Zone macht es möglich; auch den Rummel im Ort allenthalben.

 

Wir fuhren lieber direkt weiter nach Bormio über den herrlich flotten Foscagno mit tollen Blicken zurück auf Livigno, wo es zum Highlight des Tages ging: dem Stilfserjoch. Mit einer Spitzkehre in Bormio (1.225 m) begann der Aufstieg zum Übergang in den Vintschgau. Die Westseite ist eine höchst abwechslungsreiche Strecke: in den zum Glück wenigen stockfinsteren Tunneln ist dabei allerdings höchste Vorsicht geboten! Aber ansonsten ein höchst beeindruckende Straße; und mit dem geringen Verkehr, auf den wir trafen, ein besonderer Genuss.

 

Wer die Pause nutzen will & Hunger hat: Ein Vintschgauer mit Wurst, Senf und Kraut direkt auf der Passhöhe füllt auch die Batterie des Fahrers schmackhaft wieder auf.

 

Die Abfahrt ins Vintschgau war dann natürlich anstrengend, knapp 50 enge Kehren bringen uns zurück unter 1.000 m Höhe ... aber: den Blick zum Ortlermassiv sollte man nicht verpassen vor lauter Kurverei.

 

Der Weg durchs Etschtal hinunter nach Meran verlief dann leider zäh ... Von Lana aus ging's dann hoch zum Gampenjoch mit seinen begeisternden Aussichten Richtung Bozen und auf die Dolomiten - ein wirklich toll zu fahrende, landschaftlich besonders schöne Strecke!

 

Von Fondo aus ging es dann nach Osten und den Mendelpass hinab zum Kalterer See - hier war leider sehr reger Verkehr, waghalsige Kollegen eingeschlossen. Zurück in Bozen mussten wir uns dann ein wenig durch die Stadt kämpfen, um die Auffahrt durch die Weinberge hoch nach Klobenstein mit seiner Traumaussicht auf den Rosengarten und den Schlern zu finden.

 

Ein abteuerliches enges Sträßchen brachte uns über Ritten zum Penserjoch, unserem letzten Pass für heute ... es ging schon auf den Abend zu, die Straßen wurden leerer und das entspannte Fahren war purer Spaß ... bis nach Sterzing, wo wir für diese Nacht abstiegen.

Die Tour in "Tyre"
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Tag 3: Sterzing nach Hause (552 km)

Dritter Tag & es ging bereits wieder Richtung Nordwesten / Richtung badischer Heimat.

 

Direkt hinter Sterzing begann direkt der 1. Anstieg zum Jaufenpass, wo nach schöner Strecke durch den lichten Bergwald es flott über die kahle Passhöhe ging (tolle Rundumsicht nicht verpassen) und direkt wieder hinunter ins Passeiertal nach Sankt Leonhard.

 

Dort begann der tollste Streckenabschnitt für heute: die Südtiroler Seite hoch zum Timmelsjoch: landschaftlich beeindruckend und erst zum Ende hin richtig steil ansteigend. Ein paar Hindernisse auf vier Rädern konnten wir zum Glück früh und schnell überholen, so dass wir freie Fahrt bergan hatten - herrlich!

 

Durch den Gipfeltunnel ging's dann rüber nach Österreich, wo nach kurzer Zeit bereits die Mautstelle lauerte. Unsere Nachbarn wissen eben, wie Betriebswirtschaft geht: die Strecke durchs Ötztal ist teilweise sicher schön, aber im Vergleich zur Südseite nicht wirklich Eintritt wert; aber wer nach Südtirol will, fährt hier halt gerne durch - besser als die ebenfalls teure Brennerautobahn ist es allemal.

 

Wir rollten vergleichsweise locker das Tal hinunter, durch die zahlreichen verwaisten Skistationen - war wenig bis fast nichts los; da lockt noch nicht einmal ein Lokal zu einer Cafépause.

 

Kurz vor Imst hatte ich auf der Karte einen Schleichweg entdeckt und in meinem Navi hinterlegt, welcher uns auf der südlichen Hangseite des Inntals direkt nach Zams und Landeck führte: richtig enge Sträßchen durch den Wald mit permanentem Auf & Ab und das nahezu gegenverkehrsfrei ... Man kommt langsam voran, aber so macht das Erfahren der Gegend immens viel Spaß!

 

Kurzer Stopp in Landeck: Proviant für Mann & Maschine aufnehmen ... wartete nun doch noch die Silvretta-Hochalpenstraße. Von der Ostseite her ist es eine sehr entspannte Anfahrt durch eine sich langsam reduzierende Berglandschaft; das Tempolimit sollte vor lauter Lust am Fahren aber beachtet werden!

 

Die eigentlich Mautgebühr kam ja erst noch hinter Galtür mit seinen mächtigen Lawinenschutzbauten & dann waren wir auch in wenigen Kehren schnell oben am oberen Stausee, welcher wie fast alle Seen recht leer vor uns lag.

Vor weniger als zwei Tagen waren wir gerade noch auf der anderen Seite des Bergmassivs ... keine 12 km Luftlinie entfernt ... auch eine Überlegung wert.

 

Im Westen (nun Vorarlberg) wieder runter, hier ist die Strecke natürlich ein Kurvengewirr erster Klasse - diese Maut ist somit schon eher in Ordnung! Wir hatten uns ja schon entschieden, heute noch bis nach Hause durch zu fahren: daher keine Kehre vor der Mautstelle & das Ganze noch einmal ... eigentlich schade.

 

Zunehmend warm ging's weiter Richtung Bodensee, allerdings mit einer feschen Querung durchs Appenzeller Land von Altstätten über Heiden nach Rorschach am See. Schnellstraßen sind ja sicher ok, aber die Kleinen bieten Einem doch immer wieder tolle Aussichten, wie zum Beispiel die am Rorschacherberg.

 

Etwas mühsam am See entlang ging's weiter nach Konstanz - noch schnell ein kurzer Stopp & Snack: jetzt galt es nur noch nach Hause zu kommen - ein wenig Müdigkeit in den Gliedern machte sich denn doch breit.

 

Wir entschieden daher für die A81 und B31 nach Freiburg - wie üblich: in der Ravennaschlucht LKW und Wohnmobil vor der Nase & viel Geduld bei Tempo 30 gefragt ... und von dort zur A5 nach Hause.

Die Tour in "Tyre"
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